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Referat bei der Schaffhauser Kantonalbank

Heute Nachmittag durfte ich an einem Seniorenanlass der Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) in Stein am Rhein über die „Bedrohungssituation von Stein am Rhein während des Zweiten Weltkrieges“ erzählen. Dies vor rund 100 Zuhörern im ehrwürdigen Referat bei SHKB Stein am Rhein (31.10.2017)-IIWindler-Saal – und nachdem ich ähnliche Referate, jeweils mit lokalen Fakten und witzigen Anekdoten angereichert, bereits bei den Filialen in Neuhausen und Thayngen gehalten hatte.

Speziell thematisiert habe ich heute die Vorbereitungen zur militärischen Evakuation im

Referat bei SHKB Stein am Rhein (31.10.2017)oberen Kantonsteil, die Überflüge der Stadt mit Bombern und die deshalb ausgelegten, grossen Schweizerkreuze, die irrtümliche Bombardierung des Städtchens am 22. Februar 1945 und dann die Flüchtlingsströme in den letzten Kriegstagen sowie den „Tag des Friedens“ am 8. Mai 1945.

Referat bei SHKB Stein am Rhein (31.10.2017)-III

Die Zuhörer hingen mir förmlich an den Lippen – und erzählten mir dann, während sie sich ein Exemplar meines Buches signieren liessen, noch ihre ganz persönlichen Geschichten und Erfahrungen zum Zweiten Weltkrieg. Ein spannender Austausch.

Auch für Filialleiter Urs Metzger und seine Crew war es sicherlich ein gelungener Nachmittag.

Referat „Zweiter Weltkrieg“ bei der SHKB-Filiale Thayngen

Da die „Seniorenanlässe“ der Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) auf so tollen Anklang gestossen sind, finden nun in allen Filialen im Kanton solche Nachmittagsveranstaltungen statt – und heute war es inFoto maw. SHKB-Referat Thayngen (Mai 2017) Thayngen so weit. Erneut durfte ich dabei – als Überraschungsreferent – über das Thema „Bedrohungslage im Zweiten Weltkrieg“ sprechen und habe natürlich ganz speziell die Situation in Thayngen und den andern Reiatdörfern aufgezeigt.

Das Referat – natürlich faktengetreu, aber durchaus auch mit witzigen Anekdoten und Aperçus versetzt – stiess bei den Zuhörerinnen und Zuhörern, welche die Zeit des Zweiten Weltkrieges zum Teil noch aktiv miterlebt haben, ganz offensichtlich auf grosses Interesse. Und anschliessend an das Referat verloste die Kantonalbank-Filiale dann noch fünf Exemplare meines Buches über den Zweiten Weltkrieg, die ich dann auf Wunsch auch signierte. Eine schöne, IMG-20170523-WA0000bereichernde Veranstaltung.  //  Bericht

Referat „Zweiter Weltkrieg“ bei der SHKB-Filiale Neuhausen

Heute Nachmittag durfte ich an einem Kundenanlass, den die Filiale Neuhausen der Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) absolut vorbildlich organisiert hatte, als Überraschungsreferent auftreten. Vor über 100 Personen sprach ich zum Thema „Neuhausen im Zweiten Weltkrieg“ – mit Fap1040026kten, aber durchaus auch mit witzigen Anekdotep1040002n und Aperçus versetzt -, was bei den Zuhörerinnen und Zuhörern ganz offensichtlich sehr gut ankam und hier und dort auch eigene Erinnerungen weckte. Dazu hatte die Kantonalbank-Filiale die charmante Idee, zehn Exemplare meines Buches über den Zweiten Weltkrieg zu verlosen, die sie schön verpackten, ich dann noch signierte – und bei den Siegern hier und dort einen kleinen Freudenschrei auslösten. Eine rundum gelungene, stimmige Veranstaltung.

Referat «Zweiter Weltkrieg in Schaffhausen»

Heute Nachmittag hatte ich das Vergnügen, wieder einmal als Referent zum Thema «Schaffhausen im Zweiten Weltkrieg» aufzutreten – und zwar vor den Mitgliedern der Seniorengruppe «Silberfüchse», die das Kriegsgeschehen zum Teil noch selbst miterlebt hatten.

In meinem knapp 45-minütigen Referat schilderte ich die militärische Bedrohungssituation für die Schweiz und den Kanton Schaffhausen während derAT1R0045 Kriegsjahre 1939-1945 – und dann die Reaktion der Bevölkerung, der Behörden und der Firmen auf diese subjektive Bedrohungslage. Thematisiert wurden die Fluchtbewegungen der sogenannten «Pfingsteidgenossen» im Frühjahr 1940, aber auch die Evakuationsbestrebungen von Banken, Industrie etc. Und abschliessend nahm ich dann auch die tragische Bombardierung Schaffhausens vom 1. April 1944 nochmals auf, die die Gemüter bis heute emotional stark bewegt.

Es entwickelte sich danach eine angeregte Diskussion mit Fragen und eigenen Schilderungen von Erlebnissen. Und viele der anwesenden Seniorinnen und Senioren wollten sich dann auch ein Exemplar meines Standardwerkes «Bedrohte Grenzregion», für sich oder ihre Enkel, signieren lassen. Weitere Schilderungen finden sich zudem auch im Buch «Als der Krieg zu Ende war».

Wie regelmässig bei Gedenk- oder Jahrestagen zu den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges, durfte ich gestern wieder mal das „Historiker-Gwändli“ anziehen – und Auskunft geben zur Generalmobilmachung am 1. September 1939, also vor genau 75 Jahren. Im Zentrum standen dabei die Fragen, wie genau diese Mobilmachung vonstatten ging und was sie fScannen0001ür Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung hatte, ganz besonders auch in der Grenzregion Schaffhausen. Dazu kamen auch der spätere Rückzug in die „Limmatstellung“, anschliessend ins sogenannte „Alpenréduit“ General Guisans, sowie die Evakuationsbewegung im Mai 1940, also die Flucht eines Teils der Bevölkerung ins Landesinnere, zur Sprache.

Mehr Informationen zu den damaligen Geschehnissen finden sich auch in meinem Buch „Bedrohte Grenzregion“ (2. Aufl., 2014).

Scannen0001Heute ist die leicht aktualisierte Zweitauflage meiner Dissertation „Bedrohte Grenzregion“ erschienen, die bereits seit geraumer Zeit vergriffen, aber immer noch stark nachgefragt war. Sie schildert die Bedrohungslage der Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges – und basiert, nebst ausgiebigem Quellenstudium, auf rund 150 Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die den Krieg noch hautnah miterlebt haben (und von denen fast die Hälfte in der Zwischenzeit leider bereits verstorben ist). Ich freue mich sehr, wenn Sie sich die Zeit nehmen, das Buch zu lesen – und natürlich auch über Feedback dazu.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich zudem auch verschiedentlich in Print und TV zum Thema Auskunft geben, da sich die irrtümliche Bombardierung der Stadt Schaffhausen vom 1. April 1944, die damals 40 Todesopfer forderte (und die schwerwiegendste Neutralitätsverletzung gegen die Schweiz war), zum 70. Mal jährt.

Auf Einladung der Spitäler Schaffhausen habe ich den Ärzten, Pflegern und Physiotherapeuten heute Abend Hintergründe, Facts und auch etliche Anekdoten zur Geschichte der Schweiz und der Grenzregion Schaffhausen im Zweiten Weltkrieg geliefert. Es ging dabei um das Bedrohungsgefühl der Bevölkerung während der 1930er und 1940er Jahre, um die Evakuation, d.h. die Fluchtbewegung ins Landesinnere, um die trag2-wkische Bombardierung Schaffhausens am 1. April 1944 etc. Der Spital hat dieses Referat und Diskussion angeregt, damit die Angestellten in Zukunft ihre älteren Patienten besser verstehen, für die die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges noch immer sehr präsent sind.