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Scannen0001Heute ist die leicht aktualisierte Zweitauflage meiner Dissertation „Bedrohte Grenzregion“ erschienen, die bereits seit geraumer Zeit vergriffen, aber immer noch stark nachgefragt war. Sie schildert die Bedrohungslage der Bevölkerung während des Zweiten Weltkrieges – und basiert, nebst ausgiebigem Quellenstudium, auf rund 150 Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die den Krieg noch hautnah miterlebt haben (und von denen fast die Hälfte in der Zwischenzeit leider bereits verstorben ist). Ich freue mich sehr, wenn Sie sich die Zeit nehmen, das Buch zu lesen – und natürlich auch über Feedback dazu.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich zudem auch verschiedentlich in Print und TV zum Thema Auskunft geben, da sich die irrtümliche Bombardierung der Stadt Schaffhausen vom 1. April 1944, die damals 40 Todesopfer forderte (und die schwerwiegendste Neutralitätsverletzung gegen die Schweiz war), zum 70. Mal jährt.

Auf Einladung der Spitäler Schaffhausen habe ich den Ärzten, Pflegern und Physiotherapeuten heute Abend Hintergründe, Facts und auch etliche Anekdoten zur Geschichte der Schweiz und der Grenzregion Schaffhausen im Zweiten Weltkrieg geliefert. Es ging dabei um das Bedrohungsgefühl der Bevölkerung während der 1930er und 1940er Jahre, um die Evakuation, d.h. die Fluchtbewegung ins Landesinnere, um die trag2-wkische Bombardierung Schaffhausens am 1. April 1944 etc. Der Spital hat dieses Referat und Diskussion angeregt, damit die Angestellten in Zukunft ihre älteren Patienten besser verstehen, für die die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges noch immer sehr präsent sind.