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1. August-Ansprache in Herblingen

Am heutigen Nationalfeiertag habe ich wieder mal eine Festansprache gehalten – diesmal in Herblingen, einem äusserst lebendigen Quartier mit einem sehr engagierten Quartierverein. Die Veranstaltung war mit fast 200 Personen, trotz Regenwetter, bestens besucht.

In meiner Ansprache habe ich mich v.a. für mehr Zusammengehörigkeit statt Neid und Missgunst, gegen die unsägliche ‚Cancel Culture‘ und für ein starkes persönliches Engagement statt blosser, wohlfeiler ‚Symbolpolitik‘ ausgesprochen.

Zudem habe ich am Beispiel der Geschichte der Gemeinde Herblingen, die vor genau 60 Jahren eingebürgert wurde, konkret aufgezeigt, was Zusammengehörigkeit und Engagement bedeutet. Zudem habe ich darauf hingewiesen, dass Mitte des 19. Jahrhunderts rund 1/4 des damaligen Bauerndorfes als Wirtschaftsmigranten nach Nord- und Südamerika ausgewandert ist – und versucht, eine Analogie zu heute zu schlagen mit einerseits den Flüchtlingsströmen auf dem Mittelmeer etc und anderseits einer aus meiner Sicht unbefriedigenden Asylpolitik der Schweiz.

Schliesslich habe ich – als Zeichen des persönlichen Engagements, das jedermann leisten sollte – ein Kässeli aufgestellt, den Betrag verdoppelt und, in Konnex mit dem obigen Thema, der Afghanistanhilfe gespendet.

Am 50 Jahr-Jubiläum der Gratiszeitung «Schaffhauser Bock» heute Abend in der Rockarena in Herblingen durfte ich ein gut besetztes Podiumsgespräch leiten mit Prof. Giorgio Behr (Unternehmer und «Bock»-Verleger), Dani Sigel (Präsident Verband der Schweizer Gratiszeitungen VSGZ), Marcel Kohler (Geschäftsführer «20 Minuten») und Mäni Frei (Werber), wobei letztere beide in den 1980er Jahren ebenfalls beim «Schaffhauser Bock» gearbeitet hatten.
Dabei sprachen wir – vor rund 120 geladenen Gästen – über die Chancen und Risiken der Gratis- resp. Wochenpresse und über die zukünftigen Entwicklungen, geraIMG_20150504_192548de auch im digitalen Bereich, sowie über die spezifischen Bedingungen, unter denen ein erfolgreicher «Bock» gemacht wird. Daneben kamen, zum Amusement des Publikums, natürlich auch Anekdoten aus früheren Zeiten nicht zu kurz.
Vor dem Podiumsgespräch hatten bereits «Bock»-Geschäftsführer Kurt Bühlmann, Chefredaktor Daniel Thüler und Verlagsleiter Andreas Neuenschwander über den Relaunch der Zeitung orientiert, den sie inhouse entwickelt und umgesetzt hatten. Regierungspräsident und Volkswirtschaftsminister Ernst Landolt, selbst früher ebenfalls journalistisch tätig, überbrachte zudem die Grüsse und besten Wünsche der Kantonsexekutive.

Die Initiative «Helft Céline», von Philipp Herzog und Vanessa Lüthi ins Leben gerufen, setzt sich für das Antibabypillen-Opfer Céline Pfleger ein, sammelt seit einigen Monaten Spenden – und rief heute zu einem grossen Benefiz-Abend in der ‹Rockarena› in Herblingen.

Es traten – vor begeistertem Publikum – zahlreiche lokale FlyerMusikgrössen auf wie die Band Shaky Ground, Elvis-Imitator Mike Fitzner, der unverwüstliche Rémy Guth oder das Duo Sympaddyc und Camero. Dazwischen durfte ich mit verschiedenen grösseren und kleineren Interviews durch den Benefiz-Abend führen – etwa mit Céline Pfleger’s Eltern und ihrer älteren Schwester Jennifer, mit Organisator Philipp Herzog, den beteiligten Musikern, die alle ebenfalls ohne Gage auftraten, oder mit ‹Rockarena›-Chef Markus Rieser.

Während des ganzen Abends war Céline – gemeinsam mit einigen Freunden aus dem ‹Lindlihuus› – in ihrem Rollstuhl ganz nahe bei der Bühne und hatte ein Strahlen im Gesicht oder klingelte gar vor Begeisterung mit ihIMG_20150411_180623rer am Rollstuhl befestigten Glocke. Dass Mutter Claudia Pfleger abschliessend meinte, diesen wunderschönen Abend werde Céline «mit Sicherheit nie vergessen», ist fast so viel wert wie der erkleckliche Betrag, der durch Spenden zusammenkam.